Sonntag, 21. Juli 2013

Zum Tod des Rodeopferdes "Duke" beim Cowtown Rodeo




Am 29. Juni 2013 wurde beim "Cowtown Rodeo" in Pilesgrove (New Jersey) ein Pferd getötet. Dieses Rodeo fand gemäß den Regeln der amerikanischen "Professional Rodeo Cowboy Association" (PRCA) statt, die auch den europäischen Rodeoclubs zum Vorbild dient. Der Film, den die amerikanische Tierrechtsorganisation SHARK ins Internet gestellt hat, ist schockierend.



Das Pferd mit dem Namen "Duke" wurde viermal seitlich mit einem so genannten Viehtreiber geschockt, bevor es die Startbox verließ. Nach ein paar Bocksprüngen brach es zusammen. Während das noch lebende Tier auf den Abtransport aus der Arena vorbereitet wurde, versuchte der Ansager, das Publikum einzulullen. Ähnliche Ansagen sind auch in Deutschland und Europa bei Rodeo zu hören, wenn man eine peinliche Situation einfach nicht vor dem Publikum verbergen kann.
© SHARK

Er erzählte, dass man in seinem Geschäft viele Verletzungen in der Arena sähe. Man wäre ohne die Tiere nicht in der Lage, diesen Job zu machen.

Die Cowboys hätten bereits vor dem Rodeo für die Tiere gebetet und nun täten sie es wieder. Wo das Gebet stattfand, ist in dem Video nicht deutlich zu erkennen.  In der Arena sieht man nur einige aufgescheuchte und hektische Cowboys, die das Pferd verschnürten, damit es vom Traktor aus der Arena geschleift werden konnte.

Ein Gebet für die Tiere? Mir fällt dazu nur der Begriff "Scheinheiligkeit" ein. Wer denn dafür verantwortlich, dass die Tiere überhaupt in diese künstliche Situation gebracht werden?

Noch während des Gebetes wurde das sterbende Tier brutal am Schweif gezogen, um es in eine andere Lage zu bringen. Behutsamer Umgang? Keine Spur!

Die Cowboys nähmen ihren Hut ab, um dem Tier Ehre zu gebieten, sagte der Ansager. Man sieht tatsächlich eine Person, die den Hut abnimmt, aber das war wahrscheinlich wegen des Schweißes, der angesichts der peinlichen Situation ausgebrochen sein muss.

Als sich der Traktor mit dem Pferd in Bewegung setzte, forderte der Ansager zu einem Applaus für das Tier auf. Geht es noch peinlicher?

Da der Rodeoveranstalter hinterher abstritt, dass das Pferd mit einem Elektroschocker auf die Sprünge gebracht worden war, veröffentlichte die amerikanische Tierrechtsorganisation SHARK weitere Aufnahmen, die in Einzelbildern zeigen, dass der Elektroschocker, der von deutschen Freizeitcowboys beschönigend als "Viehtreiber" bezeichnet wird, eingesetzt wurde.
© SHARK

In dem Video wird auch die Wirkung des Gerätes eindrucksvoll an einer Bratpfanne demonstriert. Erstaunlicherweise nahm noch nie ein Cowboy das Angebot von SHARK an, die Unbedenklichkeit eines Viehtreibers an sich vorführen zu lassen. Autsch!





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